Tarifnachrichten

 
  • Groß- und Außenhandel BAYERN

    Vierte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis

    Am Dienstag, den 16.11.2021 fand in virtueller Sitzung die vierte Verhandlungsrunde für den Neuabschluss des gekündigten Lohn- und Gehaltstarifvertrages für den genossenschaftlichen bayerischen Groß- und Außenhandel statt. 

    Indes konnte kein Tarifergebnis erzielt werden. Die Gewerkschaft ver.di war auch am 16.11.2021 nicht bereit, den bundesweiten Pilotabschluss, den sie selbst im allgemeinen Großhandel in Bayern abgeschlossen hat, auch für den genossenschaftlichen Großhandel zu übernehmen. Erstmals überhaupt versuchte die Gewerkschaft ihre Blockadehaltung zu begründen: Im genossenschaftlichen Großhandel sei, so der Verhandlungsführer von ver.di, Gürlebeck, ein Niveauunterschied zum allgemeinen Großhandel festzustellen, der auszugleichen sei. Gefordert wurden in der zweiten Erhöhungsstufe deswegen statt 1,7 % erneut, wie in der dritten Verhandlungsrunde, 2,0 %. Spezifizieren konnte die Gewerkschaft ihre Behauptung nicht.

    Die Arbeitgeberseite machte deutlich, dass es keine Unterschiede gebe, die über eine pauschale 2 %ige Erhöhung über alle Gruppen ausgeglichen werden müssten und im Übrigen die Lohn- und Gehaltsniveaus allenfalls strukturelle Unterschiede aufzeigen, nicht jedoch insgesamt ein niedrigeres Niveau aufweisen.

    Der Gewerkschaft wurde angeboten, außerhalb der Lohn- und Gehaltsrunde eine gemeinsame Analyse vorzunehmen und sich daraus ergebende Veränderungsnotwendigkeiten gemeinsam zu besprechen. Die Gewerkschaft war dennoch nicht bereit, dem bundesweiten Tarifabschluss auch für unseren Bereich zuzustimmen. Man wolle nicht einfach „abschreiben“, so Gürlebeck, sondern die nach wie vor bestehende Streikbereitschaft in einzelnen unserer Mitgliedsbetriebe nutzen, um mehr zu erreichen als anderswo.

    Für die Arbeitgeberseite kommt nach wie vor nicht in Frage, von den materiellen Bedingungen des Pilotabschlusses im Sinne der zusätzlich von ver.di erhobenen Forderungen im Flächentarif abzuweichen. Die Verhandlungen wurden deswegen nach knapp zwei Stunden beendet.

    Ein fester neuer Verhandlungstermin wurde nicht vereinbart, allerdings wurde für Mitte Dezember ein Verhandlungsfenster offengehalten, um auf etwaige Veränderungen in der Positionierung reagieren zu können.

  • Groß- und Außenhandel BADEN-WÜRTTEMBERG

    Nach langem Ringen: Tarifabschluss des Groß- und Außenhandels in Baden-Württemberg erzielt

    Der Groß- und Außenhandel mit seinen landesweit rund 325.000 Beschäftigten hat sich am Montag, den 18. Oktober 2021 in Stuttgart nach schwierigen Gesprächen in sechster Verhandlungsrunde mit der Gewerkschaft ver.di auf einen Tarifabschluss geeinigt.

    Das Tarifergebnis sieht bei einer 25-monatigen Laufzeit eine zweistufige Erhöhung um 3,0 % zum
    1. Oktober 2021 und weiteren 1,7 % zum 1. März 2022 sowie eine Einmalzahlung von € 84,00 im
    Januar 2022 vor.

    Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich ab dem 1. September 2021 um € 40,00 und ab dem
    1. September 2022 um weitere € 30,00. Um für Baden-Württemberg die bundesweite Koordinierung in Zukunft zu vereinfachen, wurde die Laufzeit der Tarifverträge durch den 25-monatigen Abschluss an die anderen Tarifgebiete in Deutschland angepasst.

  • Raiffeisen-Ware (ohne BAG!)

    Tarifabschluss erreicht

    Im Nachgang zur zweiten Verhandlungsrunde am 10.05.2021 in Möglingen konnte mit der Gewerkschaft NGG doch noch ein Tarifabschluss erzielt und die Anrufung der Schlichtung vermieden werden.

    Der erreichte Tarifabschluss sieht bis zum 31.03.2022 keine linearen Erhöhungen der Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen vor. Es wurde somit ein komplettes Tarifjahr ohne tabellenwirksame Erhöhungen vereinbart. Allerdings erhalten die Beschäftigten eine einmalige Corona-Prämie i. H. v.
    € 300,00, Auszahlungszeitpunkt und die weiteren Modalitäten der Gewährung werden noch mit der Gewerkschaft NGG abgestimmt.

    Der erreichte 24monatige Abschluss sieht weiter vor, dass die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen ab dem 01.04.2022 um 2,0 % erhöht werden.

    Die Arbeitgeberseite ist mit diesem Abschluss an die Grenze des Machbaren gegangen, sieht jedoch aufgrund der langen erhöhungsfreien Zeit und auch der Planungssicherheit bis 31.03.2023 entsprechende Vorteile auf Seiten der Mitgliedsunternehmen.

  • Milchwirtschaft Baden-Württemberg

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 26.03.2021

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Tarifvertrag fristgemäß zum 31.03.2021 und forderte eine Erhöhung der Entgelte um 4,5 %. Die Ausbildungsvergütungen sollten überproportional erhöht werden. Die Laufzeit sollte 12 Monate betragen.

    Bereits in der ersten Verhandlungsrunde konnte in sachlicher Atmosphäre und nach konstruktiven Verhandlungen folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01.04.2021 um 2,3 %.

    2. Erhöhung der Auszubildendenvergütungen ab dem 01.04.2021 um pauschal € 60,00 pro Monat und 
        Ausbildungsjahr.

    3. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten.

  • Winzer, Obst- u.Gemüseerzeugermärkte, Blumengroßmärkte Nord- u. Südbaden (TBG)

    Ergebnis in 2. Schlichtungsinstanz am 17.03.2021

    Arbeitgeberseite und Gewerkschaft NGG haben in 2. Schlichtungsinstanz am 17.03.2021 in Freiburg-St. Georgen die Empfehlung des Schlichters, VRLAG a. D. Manfred Arnold, angenommen. Der seit September 2019 bestehende tariflose Zustand wurde damit beendet.

    Das sich aus der Schlichterempfehlung ergebende Tarifergebnis sieht eine Nachtarifierung der Verbandsempfehlung über eine lineare Erhöhung der Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen vom 05.07.2019 ab 01.04.2021 vor.

    Außerdem wurde eine bis 30.06.2021 fällige Corona-Prämie in Höhe von € 300,00 pro vollbeschäftigtem Arbeitnehmer und € 100,00 pro Auszubildendem vereinbart.

    Der neue Lohn- und Gehaltstarifvertrag ist erstmals zum 31.10.2021 kündbar.

  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Am 07.08.2019 haben sich die Gewerkschaften DBV und DHV und der Arbeitergeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (AVR) auf ein umfassendes Tarifpaket geeinigt.

    Die Parteien konnten einen Konsens für eine umfassende Reform der tariflichen Vergütungsordnung sowie eine Vielzahl weiterer Änderungen, die darauf zielen, das Tarifwerk der Volksbanken und Raiffeisenbanken zukunftsfähig zu machen, finden.

    Nachstehend informieren wir Sie im Überblick über die wichtigsten Punkte des Tarifabschlusses, insbesondere den Gehaltsabschluss.

    A: Anhebung der linearen Gehälter der Tarifangestellten

    Die Tabellengehälter für Tarifangestellte werden in 2 Stufen angehoben:

    3,0 % zum 01.01.2020

    1,5 % ab dem 01.04.2021

    Die Laufzeit beträgt 34 Monate (Laufzeitende: 31.03.2022).

    Aufgrund der 7 Monate im Jahr 2019 ohne lineare Erhöhung und ohne Einmalzahlung bleibt das laufende Jahr ohne weitere Belastung.

    B: Regelungen für Auszubildende

    • Erhöhung der Auszubildendenvergütung um jeweils € 50,- zu den oben genannten Zeitpunkten
    • Rechtsanspruch auf 2 Monate unbezahlten Urlaub („Sabbatical“) in den ersten 3 Jahren nach Übernahme nach der Ausbildung

    C: Reformpaket
     

    • Neuordnung der Einstiegs- und Endgehälter ab 2020 mit Zulagensystematik
    • Neue Vergütungsgruppen
    • Regelungen zur Arbeitnehmerbindung
    • Neuregelung der Samstagsarbeit
    • Betriebliche Altersversorgung
    • Ergänzende Regelungen zur rentennahen Teilzeit
    • Gesundheitsprävention
    • Neufassung des Langzeitkontentarifs

    Wir werden Sie in Schulungs- und Informationsveranstaltungen für Vorstände, Personaler und Betriebsräte umfassend über das Reformpaket informieren. Die Daten und Ausschreibungen werden wir zeitnah bekanntgeben.

    Das Verbandsgebiet des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes wird auf Arbeitgeberseite in der bundesweiten Verhandlungskommission durch Herrn Axel Lekies, Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg eG, sowie Herrn Christoph Fauser-Leiensetter, GenoAGV, vertreten.

  • Bezugs- und Absatzgenossenschaften

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 26.06.2017; 2,3 % ab 01.07.17, weitere 2,0 % ab 01.07.18, Laufzeit 24 Monate

    Der Tarifvertrag vom 07.09.2016 wurde seitens der Gewerkschaft NGG form- und fristgerecht zum 31.05.2017 gekündigt. Die Gewerkschaft forderte eine 5 %-ige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Am Montag, den 26.06.2017 konnte in der ersten Verhandlungsrunde folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2017 um linear 2,3 % erhöht. Für den Monat Juni 2017 bleibt es bei den bisher geltenden tariflichen Sätzen.

    2. Ab dem 01.07.2018 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um linear 2,0 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist erstmals kündbar zum 31.05.2019.

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