Tarifnachrichten

 
  • Groß- und Außenhandel BADEN-WÜRTTEMBERG

    Dritte Verhandlungsrunde vertagt

    Zu Beginn der Verhandlungen am 10.06.2021 unterbreitete die Arbeitgeberseite folgendes erstes Angebot:

    · Laufzeit: 24 Monate (01.04.2021 – 31.03.2023)

    Im ersten Jahr der Laufzeit:
    · ab Februar 2022: Erhöhung der Entgelttabellen um 1,5 %

    · Differenzierung für wirtschaftlich starke Unternehmen:
       - Entgelterhöhung wird um sechs Monate vorgezogen in den August 2021
       - zusätzliche nicht tabellenwirksame Einmalzahlung (Corona-Prämie) i. H. v. 150 EUR (Vollzeit)
         im Juni 2021
       - Kriterium zur Differenzierung: Noch zu definierende betriebswirtschaftliche Kennzahl

    · Differenzierung für pandemiebetroffene Unternehmen:
       - Entgelterhöhung kann um sechs Monate bis längstens zum August 2022 aufge-schoben werden
       - Kriterium zur Differenzierung: Im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2022 für mind. drei Monate Bezug
         von Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfe oder sonstigen staatlichen Unterstützungsleistungen

    Im zweiten Jahr der Laufzeit:
    · ab Oktober 2022: Erhöhung der Entgelttabellen um weitere 1,0 %

    · Differenzierung für wirtschaftlich starke Unternehmen:
      - Entgelterhöhung wird um sechs Monate vorgezogen in den April 2022
      - Kriterium zur Differenzierung: Noch zu definierende betriebswirtschaftliche Kennzahl

    · Differenzierung für pandemiebetroffene Unternehmen:
      - Entgelterhöhung kann um vier Monate bis längstens zum Februar 2023 aufgeschoben werden
      - Kriterium zur Differenzierung: Im Zeitraum Januar 2021 bis Oktober 2022 für mind. drei Monate
        Bezug von Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfe oder sonstigen staatlichen Unterstützungsleistungen

    Wesentliches Merkmal dieses Angebots ist die Differenzierungsmöglichkeit für unterschiedlich stark von der Pandemie betroffene Unternehmen.
     
    Die Gewerkschaft ver.di war nicht in der Lage, unmittelbar auf dieses Angebot zu reagieren und sah stattdessen zunächst internen Beratungsbedarf.
     
    Für fast zwei Stunden wurden die Verhandlungen deshalb unterbrochen.
     
    Nach Wiedereintritt wies die Gewerkschaft das Angebot als nach ihrer Ansicht völlig unzureichend zurück und erklärte insbesondere, dass sie keinen Spielraum für Differenzierungen im Tarifabschluss sehe.
     
    Da für die Arbeitgeberseite jedoch nur ein differenzierter Abschluss die wirtschaftlichen Gegebenheiten in der Branche adäquat abbilden kann, vertagte man sich nach sechsstündigen Verhandlungen auf den 01. Juli 2021.
  • Raiffeisen-Ware (ohne BAG!)

    Tarifabschluss erreicht

    Im Nachgang zur zweiten Verhandlungsrunde am 10.05.2021 in Möglingen konnte mit der Gewerkschaft NGG doch noch ein Tarifabschluss erzielt und die Anrufung der Schlichtung vermieden werden.

    Der erreichte Tarifabschluss sieht bis zum 31.03.2022 keine linearen Erhöhungen der Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen vor. Es wurde somit ein komplettes Tarifjahr ohne tabellenwirksame Erhöhungen vereinbart. Allerdings erhalten die Beschäftigten eine einmalige Corona-Prämie i. H. v.
    € 300,00, Auszahlungszeitpunkt und die weiteren Modalitäten der Gewährung werden noch mit der Gewerkschaft NGG abgestimmt.

    Der erreichte 24monatige Abschluss sieht weiter vor, dass die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen ab dem 01.04.2022 um 2,0 % erhöht werden.

    Die Arbeitgeberseite ist mit diesem Abschluss an die Grenze des Machbaren gegangen, sieht jedoch aufgrund der langen erhöhungsfreien Zeit und auch der Planungssicherheit bis 31.03.2023 entsprechende Vorteile auf Seiten der Mitgliedsunternehmen.

  • Groß- und Außenhandel BAYERN

    1. Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt

    Am Montag, den 17.05.2021 fanden in Eching die Verhandlungen zum Neuabschluss des gekündigten Lohn- und Gehaltstarifvertrages für den Genossenschaftlichen Groß- und Außenhandel Bayern in erster Runde statt. Die Verhandlungen wurden in sachlicher Atmosphäre geführt.

    Die Gewerkschaft ver.di erhob Forderungen zur Erhöhung der Löhne und Gehälter für 12 Monate um
    4,5 % plus € 45 pro Monat.

    Ver.di ließ in der Begründung ihrer Erhöhungsforderungen nicht erkennen, dass die außergewöhnliche Situation, welcher unsere Mitgliedsunternehmen seit dem Jahr 2020 fortdauernd ausgesetzt sind, in einem Tarifabschluss angemessen Berücksichtigung finden soll. Stattdessen wurde seitens der Gewerkschaft ein überwiegend positives Bild der Situation im Genossenschaftlichen Großhandel in Bayern gezeichnet, was eine deutliche Steigerung der Löhne und Gehälter rechtfertige.

    Die Arbeitgeberseite machte klar, dass es angesichts der doch teilweise existenzgefährdenden Umsatzeinbußen in weiten Teilen des Großhandels ein „Weiter so“ nicht geben könne und strukturelle Veränderungen gerade auch in tariflicher Hinsicht vonnöten seien. Auch seien weitere Belastungen für die Mitgliedsunternehmen in 2021 durch die geforderten Erhöhungen nicht denkbar und realitätsfern.

    Die Verhandlungen wurden sodann ergebnislos auf den 25.06.2021 vertagt.

  • Milchwirtschaft Baden-Württemberg

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 26.03.2021

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Tarifvertrag fristgemäß zum 31.03.2021 und forderte eine Erhöhung der Entgelte um 4,5 %. Die Ausbildungsvergütungen sollten überproportional erhöht werden. Die Laufzeit sollte 12 Monate betragen.

    Bereits in der ersten Verhandlungsrunde konnte in sachlicher Atmosphäre und nach konstruktiven Verhandlungen folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01.04.2021 um 2,3 %.

    2. Erhöhung der Auszubildendenvergütungen ab dem 01.04.2021 um pauschal € 60,00 pro Monat und 
        Ausbildungsjahr.

    3. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten.

  • Winzer, Obst- u.Gemüseerzeugermärkte, Blumengroßmärkte Nord- u. Südbaden (TBG)

    Ergebnis in 2. Schlichtungsinstanz am 17.03.2021

    Arbeitgeberseite und Gewerkschaft NGG haben in 2. Schlichtungsinstanz am 17.03.2021 in Freiburg-St. Georgen die Empfehlung des Schlichters, VRLAG a. D. Manfred Arnold, angenommen. Der seit September 2019 bestehende tariflose Zustand wurde damit beendet.

    Das sich aus der Schlichterempfehlung ergebende Tarifergebnis sieht eine Nachtarifierung der Verbandsempfehlung über eine lineare Erhöhung der Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen vom 05.07.2019 ab 01.04.2021 vor.

    Außerdem wurde eine bis 30.06.2021 fällige Corona-Prämie in Höhe von € 300,00 pro vollbeschäftigtem Arbeitnehmer und € 100,00 pro Auszubildendem vereinbart.

    Der neue Lohn- und Gehaltstarifvertrag ist erstmals zum 31.10.2021 kündbar.

  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Am 07.08.2019 haben sich die Gewerkschaften DBV und DHV und der Arbeitergeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (AVR) auf ein umfassendes Tarifpaket geeinigt.

    Die Parteien konnten einen Konsens für eine umfassende Reform der tariflichen Vergütungsordnung sowie eine Vielzahl weiterer Änderungen, die darauf zielen, das Tarifwerk der Volksbanken und Raiffeisenbanken zukunftsfähig zu machen, finden.

    Nachstehend informieren wir Sie im Überblick über die wichtigsten Punkte des Tarifabschlusses, insbesondere den Gehaltsabschluss.

    A: Anhebung der linearen Gehälter der Tarifangestellten

    Die Tabellengehälter für Tarifangestellte werden in 2 Stufen angehoben:

    3,0 % zum 01.01.2020

    1,5 % ab dem 01.04.2021

    Die Laufzeit beträgt 34 Monate (Laufzeitende: 31.03.2022).

    Aufgrund der 7 Monate im Jahr 2019 ohne lineare Erhöhung und ohne Einmalzahlung bleibt das laufende Jahr ohne weitere Belastung.

    B: Regelungen für Auszubildende

    • Erhöhung der Auszubildendenvergütung um jeweils € 50,- zu den oben genannten Zeitpunkten
    • Rechtsanspruch auf 2 Monate unbezahlten Urlaub („Sabbatical“) in den ersten 3 Jahren nach Übernahme nach der Ausbildung

    C: Reformpaket
     

    • Neuordnung der Einstiegs- und Endgehälter ab 2020 mit Zulagensystematik
    • Neue Vergütungsgruppen
    • Regelungen zur Arbeitnehmerbindung
    • Neuregelung der Samstagsarbeit
    • Betriebliche Altersversorgung
    • Ergänzende Regelungen zur rentennahen Teilzeit
    • Gesundheitsprävention
    • Neufassung des Langzeitkontentarifs

    Wir werden Sie in Schulungs- und Informationsveranstaltungen für Vorstände, Personaler und Betriebsräte umfassend über das Reformpaket informieren. Die Daten und Ausschreibungen werden wir zeitnah bekanntgeben.

    Das Verbandsgebiet des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes wird auf Arbeitgeberseite in der bundesweiten Verhandlungskommission durch Herrn Axel Lekies, Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg eG, sowie Herrn Christoph Fauser-Leiensetter, GenoAGV, vertreten.

  • Bezugs- und Absatzgenossenschaften

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 26.06.2017; 2,3 % ab 01.07.17, weitere 2,0 % ab 01.07.18, Laufzeit 24 Monate

    Der Tarifvertrag vom 07.09.2016 wurde seitens der Gewerkschaft NGG form- und fristgerecht zum 31.05.2017 gekündigt. Die Gewerkschaft forderte eine 5 %-ige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Am Montag, den 26.06.2017 konnte in der ersten Verhandlungsrunde folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2017 um linear 2,3 % erhöht. Für den Monat Juni 2017 bleibt es bei den bisher geltenden tariflichen Sätzen.

    2. Ab dem 01.07.2018 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um linear 2,0 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist erstmals kündbar zum 31.05.2019.

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