Tarifnachrichten

 
  • Groß- und Außenhandel BADEN-WÜRTTEMBERG

    Tarifverhandlungen stagnieren

    Die Tarifverhandlungen brachten in der 3. Verhandlungsrunde am 03.06.2019 keine Einigung.

    Die Arbeitgeber signalisierten gelich zu Beginn des Verhandlungstages ernsthafte Verhandlungs- und Abschlussbereitschaft. Trotzdem wurden die Gespräche ergebnislos vertagt, da die Arbeitnehmerseite nicht bereit war, von ihrem Forderungskatalog abzuweichen.

    Fortsetzung der Verhandlungen am 27.06.2019.

  • Raiffeisen-Ware (ohne BAG!)

    2. Verhandlungsrunde am 20.05.2019 blieb ohne Erfolg

    Die zweite Verhandlungsrunde zum Neuabschluss des gekündigten Lohn- und Gehaltstarifvertrages blieb ohne Ergebnis.

    Die Gewerkschaft NGG beharrte auf ihren Forderungen nach einer Erhöhung um 6,5 % für 12 Monate.

    Das arbeitgeberseitige Angebot von 2,5 % und 2,0 % auf 24 Monate wurde erneut als inakzeptabel zurückgewiesen.

    Die Verhandlungen wurden ohne Ergebnis und ohne Fortsetzungstermin abgebrochen. Die Gewerkschaft NGG kündigte an, die Anrufung der Schlichtung zu erwägen.

  • Groß- und Außenhandel BAYERN

    1. Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt

    Am Montag, den 13.05.2019 fanden in Eching die Verhandlungen zum Neuabschluss des gekündigten Lohn- und Gehaltstarifvertrages in erster Runde statt.

    Die Gewerkschaft ver.di forderte eine Erhöhung der Löhne und Gehälter für 12 Monate um 6,5 %, mindestens jedoch € 150,-. Die Auszubildendenvergütungen sollten pauschal um € 100,- erhöht werden. Die Arbeitgeberseite wies die Forderungen angesichts der sich abkühlenden wirtschaftlichen Lage als völlig überzogen zurück.

    Nach sachlichem und konstruktiven Austausch unterbreitete die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot. Das Angebot wurde von ver.di als völlig unzureichend zurückgewiesen.

    Die Verhandlungen wurden ergebnislos auf den 24.06.2019 vertagt.

  • Milchwirtschaft Baden-Württemberg

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 08.04.2019

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Tarifvertrag form- und fristgerecht zum 31.03.2019 und forderte eine 6,5%-ige Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen in allen Ausbildungsjahren um € 100,- bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Die Verhandlung war geprägt durch zwei vorangegangene Abschlüsse in 2. Verhandlungsrunde in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen mit jeweils einer zweistufigen Erhöhung der Entgelte von 3 % im ersten Jahr und um weitere 2,6 % im zweiten Jahr.

    Die Vereinbarung mit der Gewerkschaft NGG umfasst eine Laufzeit von 24 Monaten mit nachfolgenden Regelungen:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.04.2019 um 3,0 % erhöht.

    2. Ab dem 01.04.2020 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um 2,6 % erhöht.

    Der Tarifvertrag kann frühestens zum 31.03.2021 gekündigt werden.

  • Bezugs- und Absatzgenossenschaften

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 26.06.2017; 2,3 % ab 01.07.17, weitere 2,0 % ab 01.07.18, Laufzeit 24 Monate

    Der Tarifvertrag vom 07.09.2016 wurde seitens der Gewerkschaft NGG form- und fristgerecht zum 31.05.2017 gekündigt. Die Gewerkschaft forderte eine 5 %-ige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Am Montag, den 26.06.2017 konnte in der ersten Verhandlungsrunde folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2017 um linear 2,3 % erhöht. Für den Monat Juni 2017 bleibt es bei den bisher geltenden tariflichen Sätzen.

    2. Ab dem 01.07.2018 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um linear 2,0 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist erstmals kündbar zum 31.05.2019.

  • Winzer, Obst- u.Gemüseerzeugermärkte, Blumengroßmärkte Nord- u. Südbaden (TBG)

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 20.07.2017

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Lohn- und Gehaltstarifvertrag zum 30.04.2017 und forderte eine Erhöhung der Tabellenvergütungen in Höhe von € 139,- bzw. € 60,- für Auszubildende bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Bereits in der ersten Verhandlungsrunde haben sich die Vertragsparteien nach intensiven Verhandlungen auf ein Tarifergebnis geeinigt. Grundlage hierfür war der ergangene Schlichterspruch im Tarifgebiet Württemberg zwei Tage zuvor. Im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen im Tarifgebiet Baden wäre bei einer durchzuführenden Schlichtung kein anderes Schlichtungsergebnis zu erwarten gewesen. 

    Im Einzelnen sieht der Abschluss Folgendes vor:

    • Für die Monate Mai, Juni und Juli 2017 bleibt es bei den bisherigen tariflichen Sätzen.
    • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab dem 01.08.2017 um linear 2,0 % erhöht.
    • Ab dem 01.03.2018 erfolgt eine weitere lineare Erhöhung um 1,9 %.
    • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und ist zum 31.03.2019 kündbar.
  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Tarifabschluss am 06.12.2016: 2,7 % in zwei Stufen, Laufzeit 31 Monate

    Der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) und die Gewerkschaften DBV – Deutscher Bankangestellten-Verband und DHV – Die Berufsgewerkschaft einigten sich am späten Abend des 06.12.2016 in Neu-Isenburg in ihrer dritten Tarifverhandlungsrunde auf einen Abschluss.

    Danach erhöhen sich die Gehälter der Mitarbeiter um insgesamt 2,7 Prozent in zwei Stufen: am 1. April 2017 um 1,5 Prozent und zum 1. August 2018 um weitere 1,2 Prozent. Auszubildende bekommen eine überproportionale Vergütungserhöhung in zwei Schritten von insgesamt 80 Euro. Noch im Dezember des laufenden Jahres erhalten Mitarbeiter und Auszubildende eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent ihrer Monatsvergütung, maximal 475 Euro. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 31 Monaten.

    Arbeitgeberverhandlungsführer Jürgen Kikker erklärt: "Das ist ein verantwortungsvoller Abschluss, der die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres, aber auch den aus Niedrigzinsphase und Regulierung resultierenden Druck auf die Bankenbranche berücksichtigt. Beide Seiten sind bis an die Grenzen des für sie Vertretbaren gegangen.“

    Dem Thema betriebliche Altersvorsorge kam in den Tarifverhandlungen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und eines sinkenden gesetzlichen Rentenniveaus große Bedeutung zu. Bereits heute unterstützt die große Mehrheit der Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Mitarbeiter dabei, für das Alter vorzusorgen. Für die Fälle, in denen sich der Arbeitgeber nicht beteiligt, sieht der Tarifabschluss vor, dass dieser künftig einen Beitrag leistet. Der Zuschuss orientiert sich an den arbeitgeberseitig eingesparten Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung. Diese Regelung ergänzt den Demografietarifvertrag, der bereits Ansprüche auf einen Präventionstag und auf rentennahe Teilzeit beinhaltet.

    Außerdem ermöglicht der Tarif den Parteien vor Ort, die Gehaltssteigerungen in tageweise Freistellung von bis zu sechs Tagen pro Jahr umzuwandeln. Diese Regelung ist befristet bis 2019 und kann betrieblich um zwei weitere Jahre verlängert werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können dies einzelvertraglich regeln. Darüber hinaus kann über eine freiwillige Betriebsvereinbarung auch ein Rechtsanspruch für die Mitarbeiter oder eine verbindliche Freistellung geregelt werden. „Die Mitarbeiter erhalten so mehr Gestaltungsspielraum zum Beispiel für die Familie“, erläutert Kikker, „außerdem stützt die Regelung die Beschäftigungsfähigkeit der Banken.“
    Weitere Elemente des Tarifpaketes sind die Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und zu den Langzeitkonten bis ins Jahr 2019.

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