Tarifnachrichten

 
  • Groß- und Außenhandel BADEN-WÜRTTEMBERG

    Tarifverhandlungen in der vierten Runde vertagt

    Nach sechs Stunden wurden die Tarifverhandlungen im Großhandel am Donnerstag, den 01.07.2021, ergebnislos vertagt.

    In kleiner Runde wurden intensiv Einigungsmöglichkeiten ausgelotet. Die Arbeitgeberseite hat deutlich gemacht, abschlussfähig und abschlusswillig zu sein. Eine Einigung wurde nicht erzielt. Zu groß waren die unterschiedlichen Ansichten hinsichtlich Lohnsteigerungen und Differenzierungsmöglichkeiten im Tarifabschluss.

    Weitere Sondierungsgespräche finden am 14.07.2021 im kleineren Kreise statt.

  • Groß- und Außenhandel BAYERN

    2. Verhandlungsrunde nach Arbeitgeberangebot ergebnislos vertagt

    Am Freitag, den 25.06.2021 fand in virtueller Sitzung die zweite Tarifverhandlung über Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen für den Genossenschaftlichen Groß- und Außenhandel Bayern statt.

    Die von der Arbeitgeberseite schon in der ersten Verhandlungsrunde thematisierte Differenzierung wies ver.di kategorisch zurück, da bereits viele Beschäftigte durch Kurzarbeit Einbußen hätten hinnehmen müssen. Es sei für die Gewerkschaft nicht nachvollziehbar, dass es überhaupt einer Differenzierung bedürfe, dem Großhandel gehe es spätestens seit März diesen Jahres fantastisch. Dort, wo Betriebe in Schwierigkeiten seien, sei ein Sanierungstarifvertrag mit Beschäftigungssicherung der richtige Weg. Ver.di gab zu erkennen, dass man in der heutigen Verhandlungsrunde ein Angebot erwarte, das sich von denjenigen aus anderen Tarifgebieten deutlich unterscheide und die derzeitige Teuerungsrate von über 2,5 % berücksichtige.

    Die Arbeitgeberseite machte deutlich, dass zum Erhalt des Flächentarifvertrages die Differenzierung ein geeignetes Mittel sei, um auf die Lage vieler Unternehmen adäquat tariflich reagieren zu können. Sanierungstarife würden zu spät einsetzen, vielmehr gelte es, den Saniertarif durch rechtzeitiges Handeln obsolet zu machen. Für die Fläche seien Sanierungstarifverträge sowieso kein probates Mittel. Arbeitgeberseits gehe man weiter davon aus, dass die Inflationsrate nach Überwindung des Mehrwertsteuer-Effektes bald wieder sinken werde.

    Sodann machten die Arbeitgeber ein Angebot mit einem Gesamtvolumen von 2,5 %, das sich wie folgt zusammensetzt:

    · Laufzeit: 24 Monate (01.04.2021 – 31.03.2023)

    Im ersten Jahr der Laufzeit:
    · Ab Februar 2022: Erhöhung der Entgelttabellen um 1,5 %

    · Differenzierung für wirtschaftlich starke Unternehmen:
      · Entgelterhöhung wird um sechs Monate vorgezogen
      · Zusätzliche nicht tabellenwirksame Einmalzahlung (Corona-Prämie) i. H. v.
        € 150,00 (Vollzeit) im Juli 2021
      · Kriterium zur Differenzierung: Netto-Umsatzrendite oder andere wirtschaftliche 
        Kennziffer im Vergleich zu 2019


    · Differenzierung für pandemiebetroffene Unternehmen:
      · Entgelterhöhung kann um sechs Monate aufgeschoben werden
      · Kriterium zur Differenzierung: im Zeitraum Januar 2021 bis Juni 2022 für
        mindestens drei Monate Bezug von Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfe oder
        sonstigen staatlichen Unterstützungsleistungen

    Im zweiten Jahr der Laufzeit:
    · Ab Oktober 2022: Erhöhung der Entgelttabellen um weitere 1,0 %

    · Differenzierung für wirtschaftlich starke Unternehmen:
      · Entgelterhöhung wird um sechs Monate vorgezogen
      · Kriterium zur Differenzierung: Netto-Umsatzrendite oder andere finanzwirt-
        schaftliche Kennziffer

    · Differenzierung für pandemiebetroffene Unternehmen:
      · Entgelterhöhung kann um vier Monate aufgeschoben werden
      · Kriterium zur Differenzierung: im Zeitraum Januar 2021 bis Oktober 2022 für
        mindestens drei Monate Bezug von Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfe oder
        sonstigen staatlichen Unterstützungsleistungen

    Ver.di wies das Angebot als völlig unzureichend zurück. Ein Tarifabschluss mit Differenzierung scheide aus, das angebotene Volumen sei viel zu gering und lasse Reallohnverluste erwarten; ver.di lehnte auch ab, in kleiner Gesprächsrunde außerhalb dieser Verhandlung über Differenzierung auch nur zu sprechen. Gleichzeitig beharrte ver.di auf den erhobenen Steigerungsforderungen ohne Abstriche. 

    Eine Annäherung war nicht möglich. Gleichwohl war die Verhandlungsatmosphäre sachlich. 

    Die Verhandlung wurde dann nach insgesamt zwei Stunden ergebnislos beendet. Man verständigte sich auf eine noch nicht terminierte Fortsetzung in dritter Runde, Ende Juli 2021. Nächste Woche finden folgende Verhandlungen in dritter bzw. vierter Runde statt: 

    · Nordrhein-Westfalen (28.06.2021)
    · Baden-Württemberg (01.07.2021)

  • Raiffeisen-Ware (ohne BAG!)

    Tarifabschluss erreicht

    Im Nachgang zur zweiten Verhandlungsrunde am 10.05.2021 in Möglingen konnte mit der Gewerkschaft NGG doch noch ein Tarifabschluss erzielt und die Anrufung der Schlichtung vermieden werden.

    Der erreichte Tarifabschluss sieht bis zum 31.03.2022 keine linearen Erhöhungen der Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen vor. Es wurde somit ein komplettes Tarifjahr ohne tabellenwirksame Erhöhungen vereinbart. Allerdings erhalten die Beschäftigten eine einmalige Corona-Prämie i. H. v.
    € 300,00, Auszahlungszeitpunkt und die weiteren Modalitäten der Gewährung werden noch mit der Gewerkschaft NGG abgestimmt.

    Der erreichte 24monatige Abschluss sieht weiter vor, dass die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen ab dem 01.04.2022 um 2,0 % erhöht werden.

    Die Arbeitgeberseite ist mit diesem Abschluss an die Grenze des Machbaren gegangen, sieht jedoch aufgrund der langen erhöhungsfreien Zeit und auch der Planungssicherheit bis 31.03.2023 entsprechende Vorteile auf Seiten der Mitgliedsunternehmen.

  • Milchwirtschaft Baden-Württemberg

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 26.03.2021

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Tarifvertrag fristgemäß zum 31.03.2021 und forderte eine Erhöhung der Entgelte um 4,5 %. Die Ausbildungsvergütungen sollten überproportional erhöht werden. Die Laufzeit sollte 12 Monate betragen.

    Bereits in der ersten Verhandlungsrunde konnte in sachlicher Atmosphäre und nach konstruktiven Verhandlungen folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Erhöhung der Löhne und Gehälter ab dem 01.04.2021 um 2,3 %.

    2. Erhöhung der Auszubildendenvergütungen ab dem 01.04.2021 um pauschal € 60,00 pro Monat und 
        Ausbildungsjahr.

    3. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten.

  • Winzer, Obst- u.Gemüseerzeugermärkte, Blumengroßmärkte Nord- u. Südbaden (TBG)

    Ergebnis in 2. Schlichtungsinstanz am 17.03.2021

    Arbeitgeberseite und Gewerkschaft NGG haben in 2. Schlichtungsinstanz am 17.03.2021 in Freiburg-St. Georgen die Empfehlung des Schlichters, VRLAG a. D. Manfred Arnold, angenommen. Der seit September 2019 bestehende tariflose Zustand wurde damit beendet.

    Das sich aus der Schlichterempfehlung ergebende Tarifergebnis sieht eine Nachtarifierung der Verbandsempfehlung über eine lineare Erhöhung der Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen vom 05.07.2019 ab 01.04.2021 vor.

    Außerdem wurde eine bis 30.06.2021 fällige Corona-Prämie in Höhe von € 300,00 pro vollbeschäftigtem Arbeitnehmer und € 100,00 pro Auszubildendem vereinbart.

    Der neue Lohn- und Gehaltstarifvertrag ist erstmals zum 31.10.2021 kündbar.

  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Am 07.08.2019 haben sich die Gewerkschaften DBV und DHV und der Arbeitergeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (AVR) auf ein umfassendes Tarifpaket geeinigt.

    Die Parteien konnten einen Konsens für eine umfassende Reform der tariflichen Vergütungsordnung sowie eine Vielzahl weiterer Änderungen, die darauf zielen, das Tarifwerk der Volksbanken und Raiffeisenbanken zukunftsfähig zu machen, finden.

    Nachstehend informieren wir Sie im Überblick über die wichtigsten Punkte des Tarifabschlusses, insbesondere den Gehaltsabschluss.

    A: Anhebung der linearen Gehälter der Tarifangestellten

    Die Tabellengehälter für Tarifangestellte werden in 2 Stufen angehoben:

    3,0 % zum 01.01.2020

    1,5 % ab dem 01.04.2021

    Die Laufzeit beträgt 34 Monate (Laufzeitende: 31.03.2022).

    Aufgrund der 7 Monate im Jahr 2019 ohne lineare Erhöhung und ohne Einmalzahlung bleibt das laufende Jahr ohne weitere Belastung.

    B: Regelungen für Auszubildende

    • Erhöhung der Auszubildendenvergütung um jeweils € 50,- zu den oben genannten Zeitpunkten
    • Rechtsanspruch auf 2 Monate unbezahlten Urlaub („Sabbatical“) in den ersten 3 Jahren nach Übernahme nach der Ausbildung

    C: Reformpaket
     

    • Neuordnung der Einstiegs- und Endgehälter ab 2020 mit Zulagensystematik
    • Neue Vergütungsgruppen
    • Regelungen zur Arbeitnehmerbindung
    • Neuregelung der Samstagsarbeit
    • Betriebliche Altersversorgung
    • Ergänzende Regelungen zur rentennahen Teilzeit
    • Gesundheitsprävention
    • Neufassung des Langzeitkontentarifs

    Wir werden Sie in Schulungs- und Informationsveranstaltungen für Vorstände, Personaler und Betriebsräte umfassend über das Reformpaket informieren. Die Daten und Ausschreibungen werden wir zeitnah bekanntgeben.

    Das Verbandsgebiet des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes wird auf Arbeitgeberseite in der bundesweiten Verhandlungskommission durch Herrn Axel Lekies, Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg eG, sowie Herrn Christoph Fauser-Leiensetter, GenoAGV, vertreten.

  • Bezugs- und Absatzgenossenschaften

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 26.06.2017; 2,3 % ab 01.07.17, weitere 2,0 % ab 01.07.18, Laufzeit 24 Monate

    Der Tarifvertrag vom 07.09.2016 wurde seitens der Gewerkschaft NGG form- und fristgerecht zum 31.05.2017 gekündigt. Die Gewerkschaft forderte eine 5 %-ige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Am Montag, den 26.06.2017 konnte in der ersten Verhandlungsrunde folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2017 um linear 2,3 % erhöht. Für den Monat Juni 2017 bleibt es bei den bisher geltenden tariflichen Sätzen.

    2. Ab dem 01.07.2018 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um linear 2,0 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist erstmals kündbar zum 31.05.2019.

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