Tarifnachrichten

 
  • Groß- und Außenhandel BADEN-WÜRTTEMBERG

    Erste Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt

    Die 1. Verhandlungsrunde zum Neuabschluss des gekündigten Tarifvertrages am 10.04.2019 blieb ohne Erfolg. Der Tarifvertrag war von der Gewerkschaft ver.di – Landesbezirk Baden-Württemberg –  fristgerecht zum 31.03.2019 mit den Forderungen nach einer Erhöhung der Löhne und Gehälter um 6,5 %, mindestens € 160,- und einer Erhöhung der Vergütungen für Auszubildende um € 80,- für eine Laufzeit von 12 Monaten gekündigt worden. 

    Die Forderung wurde von der Arbeitgeberseite mit dem Hinweis auf die sich deutlich eintrübende konjunkturelle Lage im Großhandel abgelehnt. In Ansehung der politischen Unsicherheiten durch den drohenden Brexit und die Handelspolitik der USA sowie einer Inflationsrate von aktuell 1,3 % sei die Höhe der Forderung keinesfalls zu rechtfertigen und eine untragbare Belastung für die Unternehmen.

    Die Verhandlungen werden in 2. Runde am 17. Mai 2019 fortgesetzt.

  • Milchwirtschaft Baden-Württemberg

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 08.04.2019

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Tarifvertrag form- und fristgerecht zum 31.03.2019 und forderte eine 6,5%-ige Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen in allen Ausbildungsjahren um € 100,- bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Die Verhandlung war geprägt durch zwei vorangegangene Abschlüsse in 2. Verhandlungsrunde in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen mit jeweils einer zweistufigen Erhöhung der Entgelte von 3 % im ersten Jahr und um weitere 2,6 % im zweiten Jahr.

    Die Vereinbarung mit der Gewerkschaft NGG umfasst eine Laufzeit von 24 Monaten mit nachfolgenden Regelungen:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.04.2019 um 3,0 % erhöht.

    2. Ab dem 01.04.2020 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um 2,6 % erhöht.

    Der Tarifvertrag kann frühestens zum 31.03.2021 gekündigt werden.

  • Raiffeisen-Ware (ohne BAG!)

    1. Verhandlungsrunde am 03.04.2019 vertagt

    Die 1. Verhandlungsrunde zum Neuabschluss des gekündigten Lohn- und Gehaltstarifvertrags am Mittwoch, den 03.04.2019 blieb ohne Erfolg. Der Lohn- und Gehaltstarifvertrag war von der Gewerkschaft NGG fristgerecht zum 31.03.2019 gekündigt worden, das Forderungsschreiben der NGG verlangte Lohn- und Gehaltserhöhungen i. H. v. 6,5 % ab dem 01.04.2019 für zwölf Monate.

    Der Gewerkschaft NGG wurde angeboten, die Löhne und Gehälter in zwei Schritten und über eine Laufzeit von 25 Monaten um insgesamt 4,5 % zu erhöhen. Dies lehnte die Gewerkschaft als völlig unzureichend ab und war nicht bereit, von ihrer Forderung abzurücken.

    Ohne Ergebnis wurden die Verhandlungen auf den 20.05.2019 vertagt.

  • Groß- und Außenhandel BAYERN

    Tarifvertrag vom 23.06.2017 gekündigt

    Der Tarifvertrag vom 23.06.2017 wurde durch die Gewerkschaft ver.di – Landesbezirk Bayern – form- und fristgerecht zum 31.03.2019 gekündigt. Die Gewerkschaft hat folgende Forderungen gestellt:

    • Anhebung der Löhne und Gehälter um 6,5 %, mindestens € 150,-
    • Anhebung der Ausbildungsvergütungen um jeweils € 100,-
    • Laufzeit 12 Monate

    Die erste Verhandlungsrunde findet am 13.05.2019 statt.

  • Bezugs- und Absatzgenossenschaften

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 26.06.2017; 2,3 % ab 01.07.17, weitere 2,0 % ab 01.07.18, Laufzeit 24 Monate

    Der Tarifvertrag vom 07.09.2016 wurde seitens der Gewerkschaft NGG form- und fristgerecht zum 31.05.2017 gekündigt. Die Gewerkschaft forderte eine 5 %-ige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Am Montag, den 26.06.2017 konnte in der ersten Verhandlungsrunde folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2017 um linear 2,3 % erhöht. Für den Monat Juni 2017 bleibt es bei den bisher geltenden tariflichen Sätzen.

    2. Ab dem 01.07.2018 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um linear 2,0 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist erstmals kündbar zum 31.05.2019.

  • Winzer, Obst- u.Gemüseerzeugermärkte, Blumengroßmärkte Nord- u. Südbaden (TBG)

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 20.07.2017

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Lohn- und Gehaltstarifvertrag zum 30.04.2017 und forderte eine Erhöhung der Tabellenvergütungen in Höhe von € 139,- bzw. € 60,- für Auszubildende bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Bereits in der ersten Verhandlungsrunde haben sich die Vertragsparteien nach intensiven Verhandlungen auf ein Tarifergebnis geeinigt. Grundlage hierfür war der ergangene Schlichterspruch im Tarifgebiet Württemberg zwei Tage zuvor. Im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen im Tarifgebiet Baden wäre bei einer durchzuführenden Schlichtung kein anderes Schlichtungsergebnis zu erwarten gewesen. 

    Im Einzelnen sieht der Abschluss Folgendes vor:

    • Für die Monate Mai, Juni und Juli 2017 bleibt es bei den bisherigen tariflichen Sätzen.
    • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab dem 01.08.2017 um linear 2,0 % erhöht.
    • Ab dem 01.03.2018 erfolgt eine weitere lineare Erhöhung um 1,9 %.
    • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und ist zum 31.03.2019 kündbar.
  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Tarifabschluss am 06.12.2016: 2,7 % in zwei Stufen, Laufzeit 31 Monate

    Der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) und die Gewerkschaften DBV – Deutscher Bankangestellten-Verband und DHV – Die Berufsgewerkschaft einigten sich am späten Abend des 06.12.2016 in Neu-Isenburg in ihrer dritten Tarifverhandlungsrunde auf einen Abschluss.

    Danach erhöhen sich die Gehälter der Mitarbeiter um insgesamt 2,7 Prozent in zwei Stufen: am 1. April 2017 um 1,5 Prozent und zum 1. August 2018 um weitere 1,2 Prozent. Auszubildende bekommen eine überproportionale Vergütungserhöhung in zwei Schritten von insgesamt 80 Euro. Noch im Dezember des laufenden Jahres erhalten Mitarbeiter und Auszubildende eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent ihrer Monatsvergütung, maximal 475 Euro. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 31 Monaten.

    Arbeitgeberverhandlungsführer Jürgen Kikker erklärt: "Das ist ein verantwortungsvoller Abschluss, der die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres, aber auch den aus Niedrigzinsphase und Regulierung resultierenden Druck auf die Bankenbranche berücksichtigt. Beide Seiten sind bis an die Grenzen des für sie Vertretbaren gegangen.“

    Dem Thema betriebliche Altersvorsorge kam in den Tarifverhandlungen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und eines sinkenden gesetzlichen Rentenniveaus große Bedeutung zu. Bereits heute unterstützt die große Mehrheit der Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Mitarbeiter dabei, für das Alter vorzusorgen. Für die Fälle, in denen sich der Arbeitgeber nicht beteiligt, sieht der Tarifabschluss vor, dass dieser künftig einen Beitrag leistet. Der Zuschuss orientiert sich an den arbeitgeberseitig eingesparten Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung. Diese Regelung ergänzt den Demografietarifvertrag, der bereits Ansprüche auf einen Präventionstag und auf rentennahe Teilzeit beinhaltet.

    Außerdem ermöglicht der Tarif den Parteien vor Ort, die Gehaltssteigerungen in tageweise Freistellung von bis zu sechs Tagen pro Jahr umzuwandeln. Diese Regelung ist befristet bis 2019 und kann betrieblich um zwei weitere Jahre verlängert werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können dies einzelvertraglich regeln. Darüber hinaus kann über eine freiwillige Betriebsvereinbarung auch ein Rechtsanspruch für die Mitarbeiter oder eine verbindliche Freistellung geregelt werden. „Die Mitarbeiter erhalten so mehr Gestaltungsspielraum zum Beispiel für die Familie“, erläutert Kikker, „außerdem stützt die Regelung die Beschäftigungsfähigkeit der Banken.“
    Weitere Elemente des Tarifpaketes sind die Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und zu den Langzeitkonten bis ins Jahr 2019.

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