Tarifnachrichten

 
  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Am 07.08.2019 haben sich die Gewerkschaften DBV und DHV und der Arbeitergeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (AVR) auf ein umfassendes Tarifpaket geeinigt.

    Die Parteien konnten einen Konsens für eine umfassende Reform der tariflichen Vergütungsordnung sowie eine Vielzahl weiterer Änderungen, die darauf zielen, das Tarifwerk der Volksbanken und Raiffeisenbanken zukunftsfähig zu machen, finden.

    Nachstehend informieren wir Sie im Überblick über die wichtigsten Punkte des Tarifabschlusses, insbesondere den Gehaltsabschluss.

    A: Anhebung der linearen Gehälter der Tarifangestellten

    Die Tabellengehälter für Tarifangestellte werden in 2 Stufen angehoben:

    3,0 % zum 01.01.2020

    1,5 % ab dem 01.04.2021

    Die Laufzeit beträgt 34 Monate (Laufzeitende: 31.03.2022).

    Aufgrund der 7 Monate im Jahr 2019 ohne lineare Erhöhung und ohne Einmalzahlung bleibt das laufende Jahr ohne weitere Belastung.

    B: Regelungen für Auszubildende

    • Erhöhung der Auszubildendenvergütung um jeweils € 50,- zu den oben genannten Zeitpunkten
    • Rechtsanspruch auf 2 Monate unbezahlten Urlaub („Sabbatical“) in den ersten 3 Jahren nach Übernahme nach der Ausbildung

    C: Reformpaket

    • Neuordnung der Einstiegs- und Endgehälter ab 2020 mit Zulagensystematik
    • Neue Vergütungsgruppen
    • Regelungen zur Arbeitnehmerbindung
    • Neuregelung der Samstagsarbeit
    • Betriebliche Altersversorgung
    • Ergänzende Regelungen zur rentennahen Teilzeit
    • Gesundheitsprävention
    • Neufassung des Langzeitkontentarifs

     

    Wir werden Sie in Schulungs- und Informationsveranstaltungen für Vorstände, Personaler und Betriebsräte umfassend über das Reformpaket informieren. Die Daten und Ausschreibungen werden wir zeitnah bekanntgeben.

    Das Verbandsgebiet des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes wird auf Arbeitgeberseite in der bundesweiten Verhandlungskommission durch Herrn Axel Lekies, Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg eG, sowie Herrn Christoph Fauser-Leiensetter, GenoAGV, vertreten.

  • Groß- und Außenhandel BADEN-WÜRTTEMBERG

    Tarifabschluss in der vierten Verhandlungsrunde

    Am 27.06.2019 konnte in Gerlingen ein Tarifergebnis zum Neuabschluss der Löhne und Gehälter für den baden-württembergischen Groß- und Außenhandel in der vierten Verhandlungsrunde erzielt werden.

    Vorausgegangen war am Abend des 26.06.2019 ein Tarifabschluss mit Pilotcharakter im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen für unsere Branche. Dieser Abschluss diente auch als Grundlage für das nun vorliegende Ergebnis in Baden-Württemberg.

    Der Abschluss für den baden-württembergischen Groß- und Außenhandel sieht vor:

    • Laufzeit 24 Monate
    • für April und Mai 2019 keine Tabellenerhöhung (2 Nullmonate)
    • ab Juni 2019 (für 11 Monate, davon 10 Monate im Tarifjahr) Anhebung der Löhne und Gehälter um
      3,0 %
    • ab Mai 2020 (für 11 Monate) Anhebung der Löhne und Gehälter um weitere 1,9 %
    • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zum 01. September 2019 um € 70,- und
      zum 01. September 2020 um weitere € 70,-
    • kündbar erstmals zum 31. März 2021
    • Erklärungsfrist: 10.07.2019

    Im Jahre 2019 wurden somit 2 Nullmonate und im Jahre 2020 ein Nullmonat wie in Nordrhein-Westfalen tarifiert.

  • Groß- und Außenhandel BAYERN

    Aufhebung des 2. Verhandlungstermins am 24.06.2019

    Der Stand der bundesweiten Tarifverhandlungen im Großhandel lässt nicht erwarten, dass im Tarifgebiet des genossenschaftlichen Großhandels in Bayern ein Tarifergebnis am vorgesehenen Verhandlungstermin, dem 24.06.2019, erzielt werden kann.

    Bereits am 26.06.2019 findet in Nordrhein-Westfalen und am 27.06.2019 in Baden-Württemberg die 4. Verhandlungsrunde statt. In beiden Tarifgebieten besteht eine gewisse Erwartung, dass ein Ergebnis erreicht wird, welches dann auch als „Pilotabschluss“ für das gesamte Bundesgebiet dienen kann.

    In Übereinstimmung mit der Gewerkschaft ver.di haben wir deshalb den Verhandlungstermin am 24.06.2019 aufgehoben und werden uns nach den Verhandlungsrunden in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg über die weitere Vorgehensweise verständigen.

  • Raiffeisen-Ware (ohne BAG!)

    Ergebnis in der 2. Schlichtungsinstanz am 09.07.2019

    In der 2. Schlichtungsinstanz am 09.07.2019 in Stuttgart konnte folgendes Schlichtungsergebnis erreicht werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2019 um 2,9 % erhöht.
        Die Monate April, Mai und Juni 2019 bleiben ohne Erhöhung.

    2. Ab dem 01.03.2020 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um 2,25 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monate.

  • Milchwirtschaft Baden-Württemberg

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 08.04.2019

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Tarifvertrag form- und fristgerecht zum 31.03.2019 und forderte eine 6,5%-ige Erhöhung der Löhne und Gehälter sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen in allen Ausbildungsjahren um € 100,- bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Die Verhandlung war geprägt durch zwei vorangegangene Abschlüsse in 2. Verhandlungsrunde in Norddeutschland und Nordrhein-Westfalen mit jeweils einer zweistufigen Erhöhung der Entgelte von 3 % im ersten Jahr und um weitere 2,6 % im zweiten Jahr.

    Die Vereinbarung mit der Gewerkschaft NGG umfasst eine Laufzeit von 24 Monaten mit nachfolgenden Regelungen:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.04.2019 um 3,0 % erhöht.

    2. Ab dem 01.04.2020 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um 2,6 % erhöht.

    Der Tarifvertrag kann frühestens zum 31.03.2021 gekündigt werden.

  • Bezugs- und Absatzgenossenschaften

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 26.06.2017; 2,3 % ab 01.07.17, weitere 2,0 % ab 01.07.18, Laufzeit 24 Monate

    Der Tarifvertrag vom 07.09.2016 wurde seitens der Gewerkschaft NGG form- und fristgerecht zum 31.05.2017 gekündigt. Die Gewerkschaft forderte eine 5 %-ige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Am Montag, den 26.06.2017 konnte in der ersten Verhandlungsrunde folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2017 um linear 2,3 % erhöht. Für den Monat Juni 2017 bleibt es bei den bisher geltenden tariflichen Sätzen.

    2. Ab dem 01.07.2018 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um linear 2,0 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist erstmals kündbar zum 31.05.2019.

  • Winzer, Obst- u.Gemüseerzeugermärkte, Blumengroßmärkte Nord- u. Südbaden (TBG)

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 20.07.2017

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Lohn- und Gehaltstarifvertrag zum 30.04.2017 und forderte eine Erhöhung der Tabellenvergütungen in Höhe von € 139,- bzw. € 60,- für Auszubildende bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Bereits in der ersten Verhandlungsrunde haben sich die Vertragsparteien nach intensiven Verhandlungen auf ein Tarifergebnis geeinigt. Grundlage hierfür war der ergangene Schlichterspruch im Tarifgebiet Württemberg zwei Tage zuvor. Im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen im Tarifgebiet Baden wäre bei einer durchzuführenden Schlichtung kein anderes Schlichtungsergebnis zu erwarten gewesen. 

    Im Einzelnen sieht der Abschluss Folgendes vor:

    • Für die Monate Mai, Juni und Juli 2017 bleibt es bei den bisherigen tariflichen Sätzen.
    • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab dem 01.08.2017 um linear 2,0 % erhöht.
    • Ab dem 01.03.2018 erfolgt eine weitere lineare Erhöhung um 1,9 %.
    • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und ist zum 31.03.2019 kündbar.
  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Tarifabschluss am 06.12.2016: 2,7 % in zwei Stufen, Laufzeit 31 Monate

    Der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) und die Gewerkschaften DBV – Deutscher Bankangestellten-Verband und DHV – Die Berufsgewerkschaft einigten sich am späten Abend des 06.12.2016 in Neu-Isenburg in ihrer dritten Tarifverhandlungsrunde auf einen Abschluss.

    Danach erhöhen sich die Gehälter der Mitarbeiter um insgesamt 2,7 Prozent in zwei Stufen: am 1. April 2017 um 1,5 Prozent und zum 1. August 2018 um weitere 1,2 Prozent. Auszubildende bekommen eine überproportionale Vergütungserhöhung in zwei Schritten von insgesamt 80 Euro. Noch im Dezember des laufenden Jahres erhalten Mitarbeiter und Auszubildende eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent ihrer Monatsvergütung, maximal 475 Euro. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 31 Monaten.

    Arbeitgeberverhandlungsführer Jürgen Kikker erklärt: "Das ist ein verantwortungsvoller Abschluss, der die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres, aber auch den aus Niedrigzinsphase und Regulierung resultierenden Druck auf die Bankenbranche berücksichtigt. Beide Seiten sind bis an die Grenzen des für sie Vertretbaren gegangen.“

    Dem Thema betriebliche Altersvorsorge kam in den Tarifverhandlungen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und eines sinkenden gesetzlichen Rentenniveaus große Bedeutung zu. Bereits heute unterstützt die große Mehrheit der Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Mitarbeiter dabei, für das Alter vorzusorgen. Für die Fälle, in denen sich der Arbeitgeber nicht beteiligt, sieht der Tarifabschluss vor, dass dieser künftig einen Beitrag leistet. Der Zuschuss orientiert sich an den arbeitgeberseitig eingesparten Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung. Diese Regelung ergänzt den Demografietarifvertrag, der bereits Ansprüche auf einen Präventionstag und auf rentennahe Teilzeit beinhaltet.

    Außerdem ermöglicht der Tarif den Parteien vor Ort, die Gehaltssteigerungen in tageweise Freistellung von bis zu sechs Tagen pro Jahr umzuwandeln. Diese Regelung ist befristet bis 2019 und kann betrieblich um zwei weitere Jahre verlängert werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können dies einzelvertraglich regeln. Darüber hinaus kann über eine freiwillige Betriebsvereinbarung auch ein Rechtsanspruch für die Mitarbeiter oder eine verbindliche Freistellung geregelt werden. „Die Mitarbeiter erhalten so mehr Gestaltungsspielraum zum Beispiel für die Familie“, erläutert Kikker, „außerdem stützt die Regelung die Beschäftigungsfähigkeit der Banken.“
    Weitere Elemente des Tarifpaketes sind die Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und zu den Langzeitkonten bis ins Jahr 2019.

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