Tarifnachrichten

 
  • Milchwirtschaft Baden-Württemberg

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 09.04.2018

    Am Montag, den 09.04.2018 fand in Ulm-Seligweiler die erste Verhandlungsrunde zum Neuabschluss des gekündigten Lohn- und Gehaltstarifvertrages in der baden-württem-bergischen Milchindustrie (GenoAGV und TBG) statt. Die Gewerkschaft NGG hatte zuvor den Tarifvertrag fristgemäß zum 31.03.2018 gekündigt und eine Erhöhung der Entgelte um 6% gefordert.

    Die Verhandlung war geprägt durch drei vorangegangene Abschlüsse in Norddeutsch-land mit einer linearen Erhöhung der Entgelte von jeweils 2,75% sowie der Streikandrohung der Gewerkschaft NGG im Tarifgebiet Nordrhein-Westfalen. Dort waren die Verhandlungen in der zweiten Verhandlungsrunde ergebnislos abgebrochen worden, nachdem die Gewerkschaft NGG nicht bereit war, einen Abschluss unter 3% zu akzeptieren.

    Durch eine maßvolle Erhöhung des Altersvorsorgebetrags in zwei Stufen konnte schließlich folgender Tarifabschluss erzielt werden, welcher von der Arbeitgeberseite als vertretbar erschien.

    Die Vereinbarung mit der Gewerkschaft NGG umfasst eine Laufzeit von 12 Monaten mit folgendem Inhalt:

    • Die Löhne, Gehälter und Auszubildenden-vergütungen werden ab dem 01.04.2018 linear um 2,75 % erhöht.
    • Der jährliche, tarifliche Altersvorsorgebetrag wird ab dem Kalenderjahr 2018 um € 30,00 auf insgesamt € 730,00 erhöht und um weitere € 30,00 ab dem Kalenderjahr 2019 auf dann insgesamt
      € 760,00. Der Altersvorsorgebetrag ist jeweils im Dezember eines Jahres zur Zahlung fällig.
    • Laufzeit 12 Monate.
    • Der Tarifvertrag kann frühestens zum 31.03.2019 gekündigt werden.
  • Winzer, Obst- u.Gemüseerzeugermärkte, Blumengroßmärkte Nord- u. Südbaden (TBG)

    Tarifergebnis in der ersten Verhandlungsrunde am 20.07.2017

    Die Gewerkschaft NGG kündigte den Lohn- und Gehaltstarifvertrag zum 30.04.2017 und forderte eine Erhöhung der Tabellenvergütungen in Höhe von € 139,- bzw. € 60,- für Auszubildende bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Bereits in der ersten Verhandlungsrunde haben sich die Vertragsparteien nach intensiven Verhandlungen auf ein Tarifergebnis geeinigt. Grundlage hierfür war der ergangene Schlichterspruch im Tarifgebiet Württemberg zwei Tage zuvor. Im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen im Tarifgebiet Baden wäre bei einer durchzuführenden Schlichtung kein anderes Schlichtungsergebnis zu erwarten gewesen. 

    Im Einzelnen sieht der Abschluss Folgendes vor:

    • Für die Monate Mai, Juni und Juli 2017 bleibt es bei den bisherigen tariflichen Sätzen.
    • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab dem 01.08.2017 um linear 2,0 % erhöht.
    • Ab dem 01.03.2018 erfolgt eine weitere lineare Erhöhung um 1,9 %.
    • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und ist zum 31.03.2019 kündbar.
  • Raiffeisen-Ware (ohne BAG!)

    Tarifergebnis in der zweiten Schlichtungsinstanz am 18.07.2017

    In der zweiten Schlichtungsinstanz konnte am Dienstag, den 18.07.2017 nach fast sechsstündigen Verhandlungen nachfolgendes Schlichtungsergebnis und damit ein Tarifabschluss 2017/2018 für die Raiffeisen-Warengenossenschaften erzielt werden:

    • Für die Monate Mai, Juni und Juli 2017 bleibt es bei den bisherigen tariflichen Sätzen.
    • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab dem 01.08.2017 um linear 2,0 % erhöht.
    • Ab dem 01.03.2018 erfolgt eine weitere lineare Erhöhung um 1,9 %
    • Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 23 Monaten und ist zum 31.03.2019 kündbar.
  • Bezugs- und Absatzgenossenschaften

    Tarifabschluss in der ersten Verhandlungsrunde am 26.06.2017; 2,3 % ab 01.07.17, weitere 2,0 % ab 01.07.18, Laufzeit 24 Monate

    Der Tarifvertrag vom 07.09.2016 wurde seitens der Gewerkschaft NGG form- und fristgerecht zum 31.05.2017 gekündigt. Die Gewerkschaft forderte eine 5 %-ige Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

    Am Montag, den 26.06.2017 konnte in der ersten Verhandlungsrunde folgender Tarifabschluss erzielt werden:

    1. Die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen werden ab dem 01.07.2017 um linear 2,3 % erhöht. Für den Monat Juni 2017 bleibt es bei den bisher geltenden tariflichen Sätzen.

    2. Ab dem 01.07.2018 werden die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um linear 2,0 % erhöht.

    Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und ist erstmals kündbar zum 31.05.2019.

  • Groß- und Außenhandel BAYERN

    Tarifabschluss am 23.06.2017: 3 Nullmonate, 2,5 % ab Juli 2017, weitere 2,0 % ab April 2018, Erhöhung Ausbildungsvergütungen, Laufzeit 24 Monate

    Am Freitag, den 23.06.2017 konnte in zweiter Verhandlungsrunde in Unterschleißheim ein Tarifabschluss für den genossenschaftlichen Groß- und Außenhandel in Bayern mit folgendem Ergebnis erzielt werden:

    • April bis Juni 2017 keine Tabellenerhöhung (3 Nullmonate)
    • ab 01.07.2017 Anhebung der Löhne und Gehälter um 2,5 %
    • ab 01.04.2018 Anhebung der Löhne und Gehälter um weitere 2,0 %
    • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zum 01.09.2017 um 2,5 %
      und zum 01.09.2018 um weitere 2,0 %
    • erstmals kündbar zum 31. März 2019
    • Laufzeit 24 Monate
  • Groß- und Außenhandel BADEN-WÜRTTEMBERG

    Tarifabschluss am 12.06.2017: 3 Nullmonate, 2,5 % ab Juli 2017, weitere 2,0 % ab April 2018, Erhöhung Ausbildungsvergütungen, Laufzeit 24 Monate

    Am Montag, den 12.06.2017 konnte in dritter Verhandlungsrunde ein Tarifergebnis zum Neuabschluss der Löhne und Gehälter für den baden-württembergischen Groß- und Außenhandel erzielt werden:

    • April bis Juni 2017 keine Tabellenerhöhung (3 Nullmonate)
    • ab 01.07.2017 Anhebung der Löhne und Gehälter um 2,5 %
    • ab 01.04.2018 Anhebung der Löhne und Gehälter um weitere 2,0 %
    • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zum 01.09.2017 um 2,5 %
      und zum 01.09.2018 um weitere 2,0 %
    • erstmals kündbar zum 31. März 2019
    • Laufzeit 24 Monate
  • Volksbanken und Raiffeisenbanken

    Tarifabschluss am 06.12.2016: 2,7 % in zwei Stufen, Laufzeit 31 Monate

    Der Arbeitgeberverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (AVR) und die Gewerkschaften DBV – Deutscher Bankangestellten-Verband und DHV – Die Berufsgewerkschaft einigten sich am späten Abend des 06.12.2016 in Neu-Isenburg in ihrer dritten Tarifverhandlungsrunde auf einen Abschluss.

    Danach erhöhen sich die Gehälter der Mitarbeiter um insgesamt 2,7 Prozent in zwei Stufen: am 1. April 2017 um 1,5 Prozent und zum 1. August 2018 um weitere 1,2 Prozent. Auszubildende bekommen eine überproportionale Vergütungserhöhung in zwei Schritten von insgesamt 80 Euro. Noch im Dezember des laufenden Jahres erhalten Mitarbeiter und Auszubildende eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Prozent ihrer Monatsvergütung, maximal 475 Euro. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 31 Monaten.

    Arbeitgeberverhandlungsführer Jürgen Kikker erklärt: "Das ist ein verantwortungsvoller Abschluss, der die Ergebnisse des laufenden Geschäftsjahres, aber auch den aus Niedrigzinsphase und Regulierung resultierenden Druck auf die Bankenbranche berücksichtigt. Beide Seiten sind bis an die Grenzen des für sie Vertretbaren gegangen.“

    Dem Thema betriebliche Altersvorsorge kam in den Tarifverhandlungen vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und eines sinkenden gesetzlichen Rentenniveaus große Bedeutung zu. Bereits heute unterstützt die große Mehrheit der Volksbanken und Raiffeisenbanken ihre Mitarbeiter dabei, für das Alter vorzusorgen. Für die Fälle, in denen sich der Arbeitgeber nicht beteiligt, sieht der Tarifabschluss vor, dass dieser künftig einen Beitrag leistet. Der Zuschuss orientiert sich an den arbeitgeberseitig eingesparten Sozialversicherungsbeiträgen bei Entgeltumwandlung. Diese Regelung ergänzt den Demografietarifvertrag, der bereits Ansprüche auf einen Präventionstag und auf rentennahe Teilzeit beinhaltet.

    Außerdem ermöglicht der Tarif den Parteien vor Ort, die Gehaltssteigerungen in tageweise Freistellung von bis zu sechs Tagen pro Jahr umzuwandeln. Diese Regelung ist befristet bis 2019 und kann betrieblich um zwei weitere Jahre verlängert werden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können dies einzelvertraglich regeln. Darüber hinaus kann über eine freiwillige Betriebsvereinbarung auch ein Rechtsanspruch für die Mitarbeiter oder eine verbindliche Freistellung geregelt werden. „Die Mitarbeiter erhalten so mehr Gestaltungsspielraum zum Beispiel für die Familie“, erläutert Kikker, „außerdem stützt die Regelung die Beschäftigungsfähigkeit der Banken.“
    Weitere Elemente des Tarifpaketes sind die Verlängerung der Tarifverträge zur Altersteilzeit und zu den Langzeitkonten bis ins Jahr 2019.

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